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Grün und vielfältig für Starnberg: So sieht das moosaik aus

Mit viel Grün, nachhaltiger Bauweise und architektonischer Vielfalt trifft die weiterentwickelte Planung von moosaik – das verbindende Quartier im Starnberger Stadtrat auf ein rundum positives Echo. Am 28. Juli 2023 wurde dem Bauausschuss das finale Konzept der Gebäude, Fassaden und Freiräume umfassend vorgestellt. Bürgermeister Patrick Janik zeigt sich erfreut über die Entwicklung von einer stadtplanerischen Vision zu einem konkreten und zukunftsfähigen Baukonzept.


Visualisierung: studio blomen

Die Realisierung des Projekts moosaik – das verbindende Quartier und die damit einhergehende Neugestaltung des Gewerbegebiets an der Moosstraße und zu einem urbanen Areal mit vielfältigen Nutzungen, ist einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Im Vorfeld der für Herbst 2023 geplanten Offenlegung im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens hat Max Maier von Maier Neuberger Architekten, eines der fünf beteiligten Architekturbüros, den aktuellen Stand der Planung vorgestellt. Die Weiterentwicklung des städtebaulichen Konzepts setzt dabei verstärkt auf architektonische Vielfalt, höhere Freiraumqualität, breitere Straßenräume und bessere Belichtung sowie kompakte Bauweisen, die einen entscheidenden Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten.


Mit den neuen, optimierten Entwürfen hat die Entwicklung des Gewerbegebiets zu einem gemischt genutzten Stadtquartier mit hoher Aufenthaltsqualität einen neuen Meilenstein erreicht.



Ein Quartier der Begegnung: Mehr Freiraum und Licht für Grün- und Aufenthaltsflächen


Den Verantwortlichen ist es mit der vorliegenden Weiterentwicklung der Pläne gelungen, den verbindenden Ansatz des Projekts zu stärken, an entscheidenden Punkten zu schärfen und in eine zeitgemäße und alltagsfreundliche Architektur zu übersetzen. So schafft die neue einheitliche Bauhöhe von 20 Metern, mit fünf Geschossen bei Büro- und sechs Geschossen bei Wohngebäuden, ein harmonisches und zusammengehöriges Gesamtbild, welches durch eine differenzierte Fassadengestaltung belebt wird. Ein Hochpunkt am nördlichen Quartierseingang sowie ein Turm mit gastronomischen Nutzungen im Herzen des Quartiers setzen mit je 38 und 32 Metern Bauhöhe bei 10 Geschossen bauliche Akzente.


Eine weitere Neuerung findet sich im nördlichen Bereich, wo statt vier nun fünf Baufelder vorgesehen sind. Die Gestaltung ermöglicht im Zusammenspiel mit kompakteren Baukörpern breitere Straßen, eine bessere Belichtung sowie eine Vergrößerung und bessere Nutzung des entstehenden Freiraums. Auch die Freiräume zwischen den anderen Gebäudekörpern wurden in Richtung Norden verbreitert. Die Aufweitung setzt sich im gesamten Areal fort und sorgt für eine großzügige Wegeführung und mehr Platz für Grünflächen.


Insgesamt sind die Durchgrünung des Quartiers sowie die stimmige Verbindung zur natürlichen Umgebung noch stärker in den Fokus des Projekts gerückt. Laut dem landschaftsplanerischen Konzept von TOPOTEK1 gilt es, die ortsspezifischen Identitäten, die erkennbaren Eigenheiten des Viertels, und den benachbarten Naturraum über eine zeitgemäße und nachhaltige Konzeption in Einklang zu bringen. Eine das Wohnquartier im Norden säumende grüne Achse führt den Landschaftsraum des Leutstettener Moos als ‚Moosachse‘ in westlicher Richtung fort. Die Bepflanzung der Achse orientiert sich mit Erlen, Weiden und Eschen am bestehenden Lebensraum des Landschaftsschutzgebiets. Weitere Moosgärten sowie durch die Starnberger Birkenwälder inspirierten Birkenhaine erweitern und stärken die ‚Moosachse‘ im Quartier. Eine mehr städtisch angelegte Bepflanzung prägt den Grünraum der Quartiersmitte aus der westlichen Richtung der Stadtseite kommend mit so genannten Klimabäumen, die auch den zukünftigen, erschwerten Bedingungen unter Hitze und Trockenheit gewachsen sind.


Um eine harmonische Verbindung zum angrenzenden Landschaftsschutzgebiet zu schaffen, kommen im Übergangsbereich bereits Themen der identitätsstiftenden urbanen Grünelemente zum Einsatz, die sich von dort aus weiter ins Quartier ziehen.


Visualisierung: studio blomen

Konzept erzeugt Kanon der Zusammengehörigkeit


Architektonisch setzen die Verantwortlichen auf nachhaltige und mineralische Materialien sowie eine einheitliche Gestaltungssprache, welche durch die Entwicklung eigenständiger Baukörper unterschiedliche Ausprägungen erfährt. So entsteht ein übergeordneter Kanon der Zusammengehörigkeit, der durch individuelle Lösungen in den einzelnen Gebäuden sowie eine Differenzierung in der Verwendung unterschiedlicher Holzarten und der Behandlung von Beton und Stein auf vielfältige Weise umgesetzt wird.


Um diese architektonische Vielfalt zu gewährleisten, haben die Initiatoren für die unterschiedlichen Gebäudeentwürfe fünf renommierte Architekturbüros aus Deutschland und Österreich beauftragt: kehrbaum architekten, steidle architekten und Maier Neuberger Architekten aus München, Riepl Kaufmann Bammer Architektur aus Wien und – seit Neuestem mit dabei – Dietrich Untertrifaller Architekten aus Bregenz. Das auf Holzbau spezialisierte Vorarlberger Büro konnte sich in einer internationalen Ausschreibung gegen Mitbewerber aus Italien und den USA durchsetzen und ist nun für die Planung des Hochpunkts im Quartierszentrum verantwortlich, dem Herzstück des Areals. Von hier aus strahlen Gastronomie und Einzelhandel auf den zentralen Quartiersplatz aus. Das Gebäude soll vollständig als Holzhybridbau entstehen und von einer Fassadenbegrünung umkleidet werden.


So hat jedes der renommierten Büros anhand gemeinsamer Gestaltungsleitlinien individuelle Gebäude entwickelt, die sich durch unterschiedliche Fassaden, Ansätze und Bauweisen auszeichnen.


Ein solches einheitliches und stimmiges Baukonzept mit viel Freiraum für unterschiedliche architektonische Interpretationen und Gestaltungsmöglichkeiten gilt dabei als wesentliche Grundvoraussetzung für ein gewachsenes, lebendiges und abwechslungsreiches Stadtquartier, das sowohl tagsüber als auch abends von Leben erfüllt ist. Für Architekt Max Maier zeichnet sich moosaik – das verbindende Quartier dadurch aus, “dass sich Menschen hier begegnen. Es ist ein Quartier, wo man lebt, wo man arbeitet und wo man einfach gerne seine Zeit verbringt – eben so, wie man sich Stadt in Zukunft vorstellt.”


Ein gelungenes Beispiel für ein gemischtes Quartier an einem ehemaligen Gewerbestandort ist das Münchner Werksviertel, das das beim Projekt moosaik ebenfalls beteiligte Büro steidle architekten entscheidend mitgeprägt hat und welches heute europaweit als Vorzeigeprojekt einer Stadt der kurzen Wege gilt. “Wir bringen gerne unsere Erfahrung ein, um auch in Starnberg die richtige Mischung und Anordnung der Nutzungen zu finden. Nur mit Vielfalt kann man ein Viertel schaffen, in dem sich die Menschen wohl fühlen. Denn dort wo sich Menschen aufhalten, kommen auch andere Menschen dazu. So entsteht ein lebendiges Quartier, das nachhaltig funktioniert”, sagt Prof. Johannes Ernst von steidle architekten, der an der Hochschule München den Studiengang Städtebau und Entwerfen leitet und für die klare Strukturierung und zugleich Flexibilität seiner Planungen bekannt ist.


Nach diesem Gestaltungsansatz geht es auch bei moosaik – das verbindende Quartier darum, für die späteren Nutzungen bewusst Freiräume zu bewahren, die im Entstehungsprozess Platz für Individualität lassen.


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