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moosaik meistert Meilenstein: Bauausschuss stimmt für Offenlage des Bebauungsplan-Entwurfs

Der Starnberger Bauausschuss hat in seiner Sitzung am 18. Dezember 2023 mit dem einstimmigen Beschluss zur förmlichen Offenlage von moosaik – das verbindende Quartier den nächsten Verfahrensschritt auf dem Weg zum Bebauungsplan erreicht. Aus dem rund 3,5 Hektar großen, derzeit voll versiegelten Gewerbegebiet an der Münchner Straße soll ein urbanes Quartier mit Wohnungen, Arbeitsplätzen, Nahversorgung und Freizeiteinrichtungen sowie hoher Aufenthaltsqualität entstehen, das anspruchsvolle Maßstäbe für klimaschonenden und nachhaltigen Städtebau erfüllt. Wenn der städtebauliche Vertrag wie geplant im Jahr 2024 verabschiedet wird, kann noch im selben Jahr mit dem Abriss der maroden Hallen begonnen werden und 2025 der Baubeginn erfolgen. 


Visualisierung: studio blomen


Eine Verbindung schaffen. Zwischen Mensch und Ort. Zwischen Quartier und Stadt. Zwischen Architektur und Landschaft. Zwischen Moos und See. Zwischen Alt und Neu. Und zwischen Geschichte und Zukunft. Starnbergs wegweisendes Bauprojekt moosaik – das verbindende Quartier soll ein offenes, vitales wie urbanes Quartier zum Wohnen, Arbeiten und Leben sein. Auf dem 3,5 Hektar großen Gewerbegebiet am Ortseingang von Starnberg soll ein nachhaltiges und klimaschonendes Viertel entstehen, das nicht nur den neuen Stadtteil mit der Stadt, sondern auch die Menschen mit Natur und Kultur sowie neuen Wohn- und Arbeitsformen verbindet. Im Jahr 2019 haben die Initiatoren – die Familien Houdek, Baasel und Scherbaum – ihre Ziele vorgestellt, zwischen B2 und Leutstettener Moos ein lebenswertes Quartier mit vielfältiger Architektur, Wohnungen und zeitgemäße Arbeitsorte zu kreieren.


Die Vision eines verbindenden Quartiers ist nun ein Stück näher gerückt: Denn der Starnberger Bauausschuss hat in seiner Sitzung am 18. Dezember 2023 für die Offenlage des Bebauungsplan-Entwurfs gestimmt. Eine Offenlage wird im Bebauungsplanverfahren durchgeführt, um die Öffentlichkeit und die Betroffenen am Planungsprozess zu beteiligen. Dabei werden der Entwurf des Bebauungsplans sowie die Begründung und umweltbezogene Stellungnahmen öffentlich ausgelegt. „Die Projektplaner schaffen nicht nur ein neues, nachhaltiges wie klimaschonendes Viertel, sondern eine lebendige Gemeinschaft, die auf Wachstum, Nachhaltigkeit und einem starken Zusammenhalt basiert. Die bisherigen Erfolge des Projekts sind das Ergebnis einer engagierten Partnerschaft aller Beteiligten, seien es die Initiatoren-Familien Houdek, Scherbaum und Baasel, die Architekten oder die Fachgutachter”, sagt Bürgermeister Patrick Janik zum Beschluss. Das verbindende Quartier moosaik werde nicht nur ein Ort zum Wohnen und Arbeiten sein, sondern auch ein lebendiger Treffpunkt. „Ich freue mich darauf, diesen Weg gemeinsam mit allen Beteiligten zu gehen.“ Auch die Initiatoren freuen sich über den nächsten Schritt auf dem Weg zum Satzungsbeschluss: „Die gute Zusammenarbeit mit Stadtspitze, Bauamt und Landratsamt sowie der konstruktive Austausch mit dem Stadtrat waren entscheidend für unser Vorankommen. Die jahrelange intensive Arbeit hat sich gelohnt, da wir das Quartier in vielen Dimensionen weiterentwickeln konnten. Wir freuen uns jetzt auf die Umsetzung dieses zukunftsweisenden Projekts“, sagt Rudolf Houdek stellvertretend für alle Initiatoren-Familien nach dem Bauausschuss-Beschluss. 


Der Offenlage ging eine intensive konzeptionelle Arbeit von fünf renommierten Architekturbüros aus Deutschland und Österreich voraus. Johannes Ernst vom namhaften Büro Steidle Architekten wurde federführend beauftragt, das städtebauliche Konzept von Kehrbaum Architekten zu vertiefen. Beteiligt waren an den bisherigen Planungen auch Maier Neuberger Architekten und Riepl Kaufmann Bammer Architektur. Jedes Büro hat auf der Grundlage gemeinsamer Gestaltungsrichtlinien individuelle Gebäude entwickelt, die sich durch unterschiedliche Konstruktionen, Grundrisse und Fassaden auszeichnen. Das innovative Berliner Büro Topotek 1 hat den viel gelobten Masterplan für die Außenanlagen entwickelt. 


Einigkeit besteht vor allem in der Verwendung natürlicher und nachhaltiger Materialien. Ziel des vielfältigen Teams ist, ein zukunftsstarkes, vitales sowie urbanes und auch umweltbewusstes Stadtquartier, das sich in das Umfeld einfügt, zu errichten. Dafür wurden 19 umfangreiche Gutachten zu den Themen Umwelt, Artenschutz, Sozialstruktur, Baugrund, Hydrologie, Altlasten sowie Verkehr, Einzelhandel, aber auch Abwasser, Energie- und Wärmeversorgung erstellt. Zuletzt hatte sich der Stadtrat im Sommer 2023 mit dem Planungsstand des moosaik befasst.

Visualisierung: Kehrbaum Architekten


Stadt wünscht Aufwertung des Standorts sowie der Stadteinfahrt

 

„Die Planung des moosaik-Projekts hat einen entscheidenden Meilenstein erreicht. Das städtebauliche Konzept verspricht architektonische Vielfalt, nachhaltiges Bauen und großzügige Grünflächen. Ein Raum, der Begegnungen und urbane Lebensqualität in Starnberg fördert“, sagte Bürgermeister Patrick Janik zum Beschluss der Offenlage der Pläne. Mit dem moosaik werde eine langfristige Aufwertung des Gewerbegebiets erreicht. Der jetzige Zustand sei städtebaulich wenig ansprechend. Die Lage sowie die gute Anbindung an Stadt, See und das angrenzende Naturschutzgebiet machen das Areal jedoch attraktiv, das neue Konzept gebe einen Ausblick in die Zukunft, wie grün, nachhaltig und lebenswert das neue Quartier sein könnte. Direkt am Ortseingang gelegen – von München und der Autobahn A952 kommend – präge das Grundstück den ersten Eindruck von Starnberg. Mit dem neuen, klimaschonenden und nachhaltigen Quartier könne somit nicht nur der Standort selbst, sondern auch der Stadteingang aufgewertet werden. Die Stadt freut sich vor allem über die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten beim Projekt. „Die Projektplaner schaffen nicht nur ein neues, nachhaltiges wie klimaschonendes Viertel, sondern eine lebendige Gemeinschaft, die auf Wachstum, Nachhaltigkeit und einem starken Zusammenhalt basiert. Die Neugestaltung des ehemaligen Gewerbegebiets an der Moosstraße zu einem urbanen Raum voller Möglichkeiten zeigt, wie die Attraktivität unseres Standortes für Unternehmen und Bewohner gleichermaßen gesteigert wird.“


So geht’s weiter: Abbrucharbeiten und Bürgerinformation


Mit dem positiven Beschluss im Rücken blicken die Initiatoren-Familien Houdek, Scherbaum und Baasel ins neue Jahr: Bereits 2024 sollen die ersten Abbrucharbeiten auf dem Areal zwischen Moosstraße, Petersbrunner Straße und Bundesstraße 2 beginnen. Gleichzeitig will man die Starnberger Bürger*innen kontinuierlich mit einem digitalen Baustellen-Newsletter und einem Journal über die nächsten Schritte und den Zeitplan des innovativen Bauprojekts informieren. In einem ersten Schritt werden der Öffentlichkeit alle Details zum Bebauungsplan-Entwurf, zur geplanten Architektur sowie zur Grünflächennutzung und zum Wassermanagement vorgestellt. Eine erste Bürger*inneninformation soll im ersten Quartal 2024 stattfinden. Derzeit gehen die Initiatoren von einem Baubeginn in 2025 aus.

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