Im Einklang mit der Natur

Wie kann ein neues, gemischt genutztes Viertel entstehen, das der notwendigen urbanen Dichte Rechnung trägt und sich harmonisch in seine natürliche Umgebung einfügt? Wie können in dem neuen Quartier grüne Freiräume entstehen, die die Gegebenheiten des umliegenden Naturraums berücksichtigen und gleichzeitig auf die Herausforderungen des Klimawandels vorbereitet sind?


Mit ihrem landschaftsarchitektonischen Konzept liefert TOPOTEK1 für moosaik – das verbindende Quartier Antworten auf diese Frage. Im Mai haben die Architekt*innen von Kehrbaum Architekten, Steidle Architekten und Maier Neuberger Architekten dem für moosaik – das verbindende Quartier gebildeten Expertenbeirat den aktuellen Projektstand vorgestellt. Ein wichtiger Aspekt der aktuellen Planungen ist das von TOPTOEK1 weiterentwickelte Freiraumkonzept. Darin geht es vor allem darum, die Identitäten des Ortes mit seinen Gegebenheiten über eine zeitgemäße und nachhaltige Konzeption mit dem benachbarten Natur- und Stadtraum in Einklang zu bringen.




Foto von Georgia de Lotz auf Unsplash
Bild: Foto: © Topotek 1


Charakteristische Grünräume


Das neue Quartier gliedert sich in Bereiche unterschiedlicher Nutzungsschwerpunkte. So wird der nördliche Bereich des Quartiers, das sich nach Osten bis an das Naturschutzgebiet des Leutstettener Moos erstreckt, hauptsächlich zum Wohnen genutzt, während der Fokus im südlichen Bereich, der an der Bundesstraße abschließt, auf dem Arbeiten liegt.


Die Planer*innen haben darauf geachtet, dass der zwischen diesen sehr unterschiedlichen Zonen gelegene Übergangsbereich so gestaltet wird, dass für die Bewohner des Quartiers ein Mehrwert ensteht. Sich weitende Freiräume bieten dort Platz für nachbarschaftliches, öffentliches Leben.


Darüber hinaus wird über die Gestaltung der Freiräume in der neuen Nachbarschaft eine fließende Verbindung zwischen dem Ortszentrum Starnbergs und dem Naturschutzgebiet hergestellt. Jeweils charakteristische Grünräume werden aus beiden Richtungen, vom Leutstettener Moos im Osten und vom urbanen Zentrum im Westen kommend, angelegt und verzahnen Natur- und Stadtraum miteinander.


Eine das Wohnquartier im Norden säumende grüne Achse führt den Landschaftsraum des Leutstettener Moos als ‚Moosachse‘ in westlicher Richtung fort. Die Bepflanzung der Achse orientiert sich mit Erlen, Weiden und Eschen am bestehenden Lebensraum des Landschaftsschutzgebiets. Weitere Moosgärten sowie durch die Starnberger Birkenwälder inspirierten Birkenhaine erweitern und stärken die ‚Moosachse‘ im Quartier. Eine mehr städtisch angelegte Bepflanzung prägt den Grünraum der Quartiersmitte aus der westlichen Richtung der Stadtseite kommend mit Klimabäumen, die auch den zukünftigen, erschwerten Bedingungen eines Stadtbaums gewachsen sind.



Hotel Greulich, Zürich, © Vogt Landschaftsarchitekten Foto: © Topotek 1


Von Spielplätzen bis Dachgärten


Die Gestaltung der Freiräume orientiert sich an den vorgesehenen Gebäudenutzungen und erweitert die Erdgeschosszonen der Häuser in die Bereiche der Außenanlagen. Zwischen den Wohnhäusern entstehen naturnahe Spielplätze für die Bewohner*innen und die Kita sowie eine Fitness- und Gesundheitsanlage.


In der Quartiersmitte, die eine eher städtische Atmosphäre haben wird, bietet ein Spielbrunnen Abkühlung an warmen Sommertagen, ein Café mit Terrasse und ein Restaurant zentral gelegene Treffpunkte.


Grün und Gesundheit werden zusammen gedacht: Im südlichen Bereich des Quartiers sind verschiedene Spiel- und Bewegungsangebote im Schatten der großzügigen Baumkulisse vor den Bürogebäuden geplant. Ziel des Projekts ist die Überplanung des Areals mit einem maximal geringen Anteil versiegelter Flächen, dem viel diskutierten Konzept der sogenannten„Schwammstadt“ folgend. Über die Maximierung von Versickerungsflächen ist der Stadtraum so künftig besser auf zu erwartende extreme Wetterereignisse, wie z.B. Starkregen, vorbereitet; Regenwasser wird lokal gespeichert und genutzt, anstatt es lediglich zu kanalisieren und abzuleiten. Auch die begrünten Dachflächen sind Teil dieses Konzepts. Hier sollen grüne Oasen entstehen, in denen Bewohner*innen in luftigen Höhen, weit oben über dem Alltagstrubel, entspannen können.


Bild: © Topotek 1


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